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2019 – DAS ERDE-SCHWEIN-YIN-JAHR

Am 5. Februar 2019 beginnt nach chinesischer und tibetischer Zeitrechnung das Neue Jahr. Welche Qualitäten damit verbunden sind und welche Herausforderungen uns bis zum 25.01.2020 begegnen können, hat Dr. Florian Ploberger am 14. Jänner in seinem – heuer ganz besonders außergewöhnlichen –Vortrag (doch dazu später mehr) im Hara Shiatsu Zentrum in Wien, erzählt. Es ist mir wie jedes Jahr eine große Freude und Ehre Sie mit diesem Blog daran teilhaben zu lassen.

 Welche Eigenschaften schreiben wir dem Schwein zu? Es ist gutmütig, aufrichtig, hilfsbereit, ehrlich, verständnisvoll, tolerant, liebt die Wahrheit und ist bereit, für seine Wahrheit auch einzustehen  und gleichzeitig ist es ihm wichtig, mit allen Menschen gut auszukommen, was sich auch in Geselligkeit und Freude am Feiern ausdrückt. Das Schwein ist jedoch auch gut organisiert, verlässlich und arbeitet hart. Wenn es aufgrund seiner Gutgläubigkeit manchmal ausgenützt wird, steckt es das rasch wieder weg.

Das Erd-Schwein ist sehr praktisch veranlagt, diszipliniert, liebevoll, steht mit seinen Beinen fest auf der Erde, ist ein hervorragender Denker und Organisator. Es entwickelt schon früh Verantwortungsbewusstsein, beschwert sich nie über viel Arbeit,  ist sehr auf seine Karriere bedacht und gewährleistet auch in Beziehungen finanzielle Sicherheit.

Also alles in allem haben wir 2019 eine gute solide Basis, es wird ein ruhiges, stabiles Jahr, wenn….

….wenn wir auf einen Aspekt im Besonderen achten: grübeln und endloses, unproduktives  Nachdenken über die Vergangenheit sind zu vermeiden!

Das Thema des heurigen Jahres ist: Auflösen von alten, „klebrigen“ Gedankenmustern und durch Bewegung der Stagnation entgegenwirken.

Wenn Sie merken, Sie grübeln länger über alte Themen, Sie verlieren sich in endlosen was-wäre-gewesen-wenn-Gedankenschleifen, sofort innerlich STOPP rufen und den Geist mit anderen, erfreulichen Dingen, mit konstruktiven Gedanken oder auch guten Wünschen für andere Menschen beschäftigen!

Versinken Sie nicht im Treibsand unproduktiver Gedanken, die Sie nur Zeit kosten und emotional belasten! Nichts, das einmal geschehen ist oder gesagt wurde, kann rückgängig gemacht werden, selbst wenn es bedauert wird. Also „no use crying over split milk“ wie die Engländer sagen würden. Nützen Sie die Haltung der Achtsamkeit: Beobachten ohne zu bewerten!

Sie wissen ja, unsere Gedanken wirken auf unseren Körper und damit auf unsere Gesundheit. Und „Gesundheit ist kein Zustand, sondern eine Geisteshaltung!“ (Thomas von Aquin).

Apropos Gesundheit: Krankheitsbilder, die im heurigen Jahr auftreten können, sind:

  • Arm-, Ellbogen-, Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen,
  • einseitige Kopfschmerzen, Migräne
  • Intercostalneuralgie (Nervenschmerzen)
  • Lymphadenitis (Schwellung der Lymphknoten)
  • Schilddrüsenprobleme
  • Gewichtsprobleme

 

WELCHE ERNÄHRUNG IST 2019 EMPFEHLENSWERT?

Vermeiden:

  • Unregelmäßiges Essen
  • Tiefkühlprodukte
  • Mikrowellengerichte                 
  • Weizen, Weißbrot, Dinkel   
  • Rohe Milchprodukte, Joghurt, Käse, Topfen
  • Schweinefleisch
  • Wurst mit Bindemitteln
  • Rohkost       
  • Zitrusfrüchte, Bananen, Mangos

 Das tut uns gut:

  • 5 kleine Mahlzeiten pro Tag
  •  Saisonale, regionale Produkte
  • Kürbis, Karotten, Topinambur
  • Reis, Hafer, Rollgerste, Hirse, Buchweizen
  • gekochte Milch, Butter
  • Geflügel, Rind, Wild, etwas Fisch
  • Prosciutto       
  • (im Rohr) Gekochtes, Gegrilltes
  • Maroni, Mais, heimisches Obst                                         

                                                              

Als Tee-Mischung für das heurige Jahr sei empfohlen:

3 g Schafgarbe (Millefolii herba)
3 g Frauenmantel (Alchemillae herba)
3 g Angelikawurzel (Angelicae archangeli caeradix)
3 g Mandarinenschalen, unreife (Pericarp. Citriretic. vir.)
4,5 g Pfefferminze (Menthae herba)
1,5 g Rosenblüten (Rosae flos)
1,5 g Pfingstrosenwurzel (Paeoniae radix)
3 g Mariendistelsamen (Cardui mariae fructus)

Alle Kräuter mit ½ Liter kochendem Wasser übergießen, 3 Minuten ziehen lassen und über den Tag verteilt trinken. Kann das ganze Jahr über mit Pausen getrunken werden.

                                                              

Was tut uns sonst noch gut Im Jahr 2019?

Zwei Elemente der Achtsamkeit – Meditation und Beobachten ohne zu bewerten und das Kultivieren der tibetischen 6 Vollkommenheiten, im Besonderen der Weisheit:
1) Großzügigkeit
2) Ethisches Verhalten
3) Geduld
4) Freudvolle Ausdauer
5) Konzentration (Meditation)
6) Weisheit
Nehmen Sie sich morgens vor, tagsüber auf eine dieser Qualitäten zu achten und reflektieren Sie abends in einer ruhigen Minute darüber, wo es Ihnen gelungen ist und wo es noch Potential gibt, etwas zu verbessern.

2019 gilt es vor allem, den Geist zu stabilisieren und das gelingt heuer besonders gut durch Bewegung (alles, was Herz-Kreislauf trainiert!), durch Pilgern anstelle von zuviel Sitz- und Objektmeditationen, durch alles was den Geist inspiriert und schöpferisch werden lässt, zB Visualisieren, auch durch Kochen, oder Backen.

Manchmal stößt ein Grashalm, der aus der Erde emporstrebt auf ein Hindernis, einen Lehmklumpen oder ein Steinchen, da dauert es vielleicht ein bisschen länger, aber er kommt garantiert an die Oberfläche – kräftig, grün und voll Energie. Er grübelt nicht nach, warum gerade ihm das passiert und verkümmert währenddessen unter der Erde. Nein, er justiert vielleicht ein bisschen nach, mobilisiert mehr Kräfte und strebt dem Licht, der Sonne entgegen. 

Manchmal liegen auch auf unseren Wegen kleine, spitze Kieselsteinchen oder größere Felsbrocken und in solchen Situationen geht es uns viel besser als dem Grashalm, wir haben Menschen rund um uns, die uns helfen können. Schon die Lebensregel des Franz von Assissi lautete:

„Wenn Du etwas Wichtiges vorhast,
dann geh nicht allein, 
sondern nimm Dir einen Kumpan mit.
Es gibt Wege, die sind zu schön, um sie alleine zu gehen,
und es gibt Wege, die sind zu schwer, um sie alleine zu gehen.
Darum nimm Dir einen Kumpan mit.“

Es gilt 2019 mehr als sonst, Menschen in unser Leben einzuladen, die in Bereichen gut sind, die wir stärker kultivieren wollen oder die Fachwissen haben, wo wir etwas Neues entwickeln wollen. Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden und wenn zwei oder drei ExpertInnen sich für ein gemeinsames Projekt - eine gemeinsame Ko-Kreation - zusammenfinden, kann etwas Wunderbares entstehen an das niemand davor gedacht hatte.

Heilsam und lehrreich auf vielen Ebenen ist es, sich mit Menschen zu umgeben, die Herzensqualitäten haben und diese leben.

Wir dürfen uns auch wieder bewusst machen, dass wir immer auch „Vorbild“, „Lehrer_in“ sind, privat wie beruflich, als Eltern wie im Freundeskreis, und hinterfragen, welchen Eindruck wir hinterlassen, welche Qualitäten wir leben, was wir ausstrahlen?

Seien Sie mutig, fragen Sie einmal in Ihrem Freundeskreis, welche Eigenschaften, welche Qualitäten Ihnen zugeschrieben werden – positive wie negative – und dann kultivieren Sie die Positiven immer stärker oder auch neue Positive. Sie werden nach einem Jahr feststellen können, die Negativen sind schwächer geworden oder verschwunden.

Das erinnert mich an ein Gespräch, das ich heuer im Sommer mit meinem Partner darüber geführt habe, was es „bringt“ mit einem Lehrer, einer Lehrerin zu meditieren. Er meinte dazu: „Es ist manchmal nicht einmal so, dass sie etwas Besonderes tun oder sagen müssen, alleine das meditieren mit ihnen erhöht schon die eigene Schwingung und damit die eigene Meditationserfahrung.“

Dazu gleich ein Beispiel aus dem diesmal so besonderen Abend mit Florian Ploberger im Hara Shiatsu Zentrum in Wien: um das Gesprochene besser und mit allen Sinnen aufnehmen zu können, gab es diesmal zwischendurch kleine musikalische Impulse einer Kollegin auf der Geige und diesem Zusammenwirken des Hara Shiatsu Zentrums mit dem Vortragenden und der großartigen Geigenspielerin setzte ein ungeplantes Ereignis sozusagen das „Sahnehäubchen“ auf: ungefähr 15 Minuten vor Ende des Vortrags ging das Licht aus. Ohne Vorankündigung wurde es stockfinster im Raum und im Innenhof davor.
Und was dann passierte, war für mich sehr bewegend und hat mich bestätigt, am richtigen Ort und genau unter den richtigen Menschen zu sein.
Alle blieben ruhig.
Es gab keine Hektik, keine ärgerlichen Kommentare, keine Wichtigtuer, die versuchten den Strom zu aktivieren.
Die Organisatoren stellten fest, dass es im ganzen Haus keinen Strom gab und dieser wohl so schnell auch nicht zurückkommen werde. So trugen Sie Kerzen herein und stellten sie vor Florian Ploberger hin, der – obwohl jetzt ohne Mikro und Power-Point – ebenso gelassen, heiter und entspannt blieb und seinen Vortrag ohne Technik in Ruhe zu Ende brachte.
Es brach auch beim Filmer kein Ärger aus, obwohl damit die für YouTube geplante Video-Aufzeichnung  definitiv ein abruptes Ende genommen hatte.
Die mehr als 50 Gäste blieben entspannt sitzen, einige leuchteten mit ihren Handy-Taschenlampen den Kerzenträgern und Zündholzsuchern den Weg.
Alles war gut wie es war.
So einfach und störungsfrei und entspannt kann ein „Problem“ sein, wenn Menschen mit der richtigen Haltung, einander wertschätzend und wohlwollend und mit „heiterer Gelassenheit“, zusammenkommen.
Und die Geigenspielerin entlockte ihrem Instrument bei Kerzenschein noch herzerwärmendere Töne….

Mögen auch Sie heuer allen Herausforderungen mit Akzeptanz, Gelassenheit und - wenn möglich - Humor begegnen können.

Auf ein saugutes Jahr 2019 für uns alle!