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Achtsamkeitsbasierte Mediation & Konfliktlösung

Vom inneren zum äußeren Frieden.

6-semestriger Masterlehrgang mit Abschluss MSc (CE)


Gründe für das Studium bei uns:

  • Qualitätsgesicherte Ausbildung durch TÜV-Zertifizierung
  • Berufsausbildung plus Masterabschluss
  • Kompetenzen für umfassende Anwendungsfelder
  • Hochkarätige Expert:innen aus der Praxis – teilweise Buchautor:innen
  • Viele unterschiedliche Perspektiven auf das Thema durch die Vielfalt an Lehrenden
  • Netzwerk mit exklusiv ausgewählten Teilnehmer:innen

Mediation

WAS IST MEDIATION?

„§ 1 (1) Mediation ist eine auf Freiwilligkeit der Parteien beruhende Tätigkeit, bei der ein fachlich ausgebildeter, neutraler Vermittler (Mediator/in) mit anerkannten Methoden, die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen.“ (Christian Fuchshuber, Mediation im Zivilrecht, Lexis Nexis, Wien, 2004)

Einfach gesagt: Konfliktparteien setzen sich gemeinsam mit einer Mediatorin, einem Mediator zusammen und finden mit professionellen Begleitung selbst die optimalen Lösungen für ihre Anliegen und Themen. 

Da diese Lösungen gemeinsam entwickelt werden und ihrer aller Bedürfnisse berücksichtigen, sind sie auch wesentlich nachhaltiger, als wenn eine Richterin, ein Richter, eine Entscheidung zugunsten der einen und damit gleichzeitig gegen die andere Partei trifft (mit der sie nach dem Urteil, das die andere Person als ungerecht empfindet, möglicherweise weiterhin jahrzehntelange Konflikte ausfechten werden). 

Es gilt immer, ausgehend von den aktuellen Umständen, die für alle Beteiligten zu diesem Zeitpunkt beste Lösung zu finden und flexibel für alle Veränderungen und Herausforderungen des Lebens zu bleiben, die sich immer auf ALLE Lebensbereiche auswirken. 

Paul Watzlawick sagte schon: „Wenn das einzige Werkzeug, das du besitzt, ein Hammer ist, darfst du dich nicht wundern, wenn du alles behandelst, als wäre es ein Nagel.“ 
Als Mediator:innen erweitern Sie die Werkzeugkästen Ihrer Mediand:innen, ihre Toolbox, für zukünftige Herausforderungen. Manche Situationen brauchen nur ein feines Schleifpapier oder einen kleinen Schraubenzieher. 

Anhand kleiner Impulse von Mediator:innen lernen Mediand:innen, auch mit später auftretenden Herausforderungen in Ihrer beruflichen oder privaten Beziehung umzugehen. 

Inhalte

Dieses Masterstudium hat das Ziel, die Studierenden zu befähigen, ...

  • Konflikte und Veränderungsprozesse mit Konfliktpotential systemisch zu erfassen, entsprechende Konfliktlösungsstrategien auszuarbeiten, einzusetzen und im Anschluss zu analysieren.
  • ein vertieftes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge von Konflikten zu entwickeln.
  • das vorherrschende Modell der fünf Phasen einer Mediation kritisch zu analysieren, und, je nach Gegebenheiten, dieses oder andere partizipatorische Konzepte zur Konfliktlösung einzusetzen.
  • die Wechselwirkungen zwischen individuellem Verhalten, kollektiven Dynamiken und strukturellen Rahmenbedingungen bewusst zu identifizieren.
  • achtsamkeits- und mitgefühlsbasierte Praktiken als Grundlage für Verbundenheit, Mitgefühl Selbstreflexion, Emotionsregulation und ethisches Handeln zu kultivieren.
  • die eigene Rolle und Wirksamkeit im Kontext von Konflikten und sensiblen Veränderungsprozessen zu erkennen und zu gestalten.
  • Ideen, Lösungsansätze und kreative achtsamkeitsbasierte Konfliktlösungsformate zu entwickeln, und diese mit Gruppen von zwei oder mehreren Beteiligten anzuleiten.
  • neurowissenschaftliche Zusammenhänge im Kontext von Konflikten und Mediation zu benennen, und nachhaltige Konfliktlösungen anzuwenden.
  • nonverbale Signale und Mikro-Expressionen in Mediations- und Gesprächssituationen zu identifizieren, und zu interpretieren.
  • Interaktionen auf Basis gruppenpsychologischer Prozesse zu gestalten, und gruppendynamische Prozesse und deren Wirkung auf Kooperationen zu erkennen.
  • die Funktion verschiedener Hirnareale und neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur Deeskalation darzulegen.

Kompetenzen

Dieses Masterstudium vermittelt Kompetenzen für innovative Entscheidungsfindungen, die von allen Beteiligten mitgetragen werden, sowie deren Umsetzung in Schule, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen Kompetenzen für die Miteinbeziehung aller Beteiligten im Sinne von zukunftsweisenden, partizipativen, transformativen und nachhaltigen Entscheidungen.

Sie lernen bereichsübergreifende Kompetenzen in pädagogischen, beratenden, organisationalen und gesellschaftlichen Kontexten professionell anzuwenden. Dazu zählen unter anderem systemisches Denken, emotionale und soziale Kompetenzen, kritische Reflexionsfähigkeit, Gestaltungskompetenz, Resilienz sowie die Fähigkeit zur Selbstführung und wertebasierten Entscheidungsfindung.

Die Absolventinnen und Absolventen sind qualifiziert, Bildungs- und Veränderungsprozesse mit Fokus auf Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung zu initiieren, zu begleiten und fachlich fundiert weiterzuentwickeln. Sie können Konfliktlösungsprozesse konzipieren, umsetzen und evaluieren.

Die im Masterstudium erworbenen Kompetenzen ermöglichen die Übernahme von Verantwortung in Konflikt- und Veränderungsprozessen in der Wirtschaft, in Bildungseinrichtungen, Organisationen der öffentlichen Verwaltung, Gemeinden sowie im sozialen, kulturellen und zivilgesellschaftlichen Bereich.

Anwendungsfelder

In nachstehenden Bereichen empfiehlt sich Mediation im familiären Bereich

  • bei Trennung und Scheidung
  • zwischen Eltern und Kindern (jedes Alters)
  • innerhalb von Patchworkfamilien
  • bei Erbschaftsangelegenheiten
  • bei Betriebs-/Hof-Übergaben an die Kinder bzw. Enkelkinder
  • beim Wunsch nach Assistiertem Suizid

In nachstehenden Bereichen empfiehlt sich Mediation im beruflichen Bereich

  • bei Konflikten zwischen Kollegen:innen
  • bei Konflikten zwischen Kollegen:in und Team
  • bei Konflikten zwischen Teams
  • bei Konflikten zwischen Teams und Führungskraft
  • bei Konflikten zwischen Mitarbeiter:in und Führungskraft
  • Mediation als zukunftsgewandte Konfliktbearbeitung von Organisationen
  • Sanierungsmediation für (insolvenz-) bedrohte Unternehmen

In nachstehenden Bereichen empfiehlt sich Mediation im Sozial- & Gesundheitswesen

  • bei Konflikten zwischen Angehörigen und Mitarbeiter:innen
  • bei Konflikten zwischen Patient:in/Bewohner:in und Angehörigen
  • bei Konflikten zwischen Patient:in/Bewohner:in und Mitarbeiter:innen
  • bei Konflikten zwischen Kollegen:innen (Ärzt:innen, DGKP etc.)
  • bei Konflikten zwischen Kollegen:in und Team
  • bei Konflikten zwischen Teams
  • bei Konflikten zwischen Teams und Führungskraft
  • bei Konflikten zwischen Mitarbeiter:innen und Führungskraft
  • Hospizmediation

Und zahlreiche weitere Anwendunggebiete, wie z.B.

  • Schulmediation
  • Interkulturelle Mediation
  • Elder Mediation
  • Lehrlingsmediation
  • Mediation im Bauwesen
  • Mediation im öffentlichen Bereich 
  • Umwelt-Mediation

BMJ Eintragung

Nur für auf der Liste des Bundesministeriums für Justiz (BMJ)„ eingetragene Mediator:innen“ gilt:

  • Vollendung des 28. Lebensjahres
  • Fachlich qualifizierte mehrjährige Ausbildung von derzeit 365 Stunden.
  • Laufende Weiterbildungspflicht, die auch vom BMJ überprüft wird!!
  • Bestehende Haftpflichtversicherung
  • Garantierte Vertraulichkeit, weil nur eingetragene Mediator:innen nicht vor Gericht aussagen müssen.
  • Durch die Mediation sind sowohl der Anfang und die Fortsetzung der Verjährung als auch sonstiger Fristen zur Geltendmachung von Ansprüchen im Zusammenhang mit einer Scheidung gehemmt (§22 Ziv.Med.Gesetz).
  • Nur „eingetragene“ Mediator:innen können finanziell geförderte Mediation (bei Trennung und Scheidung) anbieten. 

Auch Personen, die nicht in die Liste des Bundesministeriums für Justiz eingetragen sind, dürfen Mediation in Zivilrechtssachen ausüben, allerdings ohne die oben genannten, gesetzlich geregelten Punkte, die wesentlich zum Schutz der Mediand:innen dienen!

Zulassungskriterien

Abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor, Master/Magister, Doktorat); bzw. abgeschlossenes vergleichbares Studium (z.B. Lehramtsstudium) und positive Absolvierung eines Assessment-Verfahrens.

Nach Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen und auf Basis der Genehmigung durch die Studienleitung, trifft das Rektorat die Letztentscheidung über die Aufnahme der Bewerberin bzw. des Bewerbers.

Bewerberinnen und Bewerber mit mindestens einjähriger Berufserfahrung in den Bereichen Pädagogik, Sozialarbeit, Psychologie, Psychotherapie oder Medizin werden bevorzugt aufgenommen.

Für die Eintragung auf die Mediator:innenliste bes BMJ ist ein Mindesalter von 28 Jahren vorgeschrieben. Wir empfehlen daher ein Mindestalter bei Studienbeginn von 25 Jahren.

Infoabende

Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen mit der Diskrepanz zwischen Anmeldungen und effektiven Teilnahmen an diversen Info-Abenden, finden bis auf weiteres keine statt.

Gerne beantworten wir alle deine Fragen in einem individuellen Telefonat oder Zoom. Kontaktiere uns dafür gerne über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Termin

Dieser Hochschullehrgang mit Masterabschluss ist gerade in Begutachtung.
Geplanter Start WS 2026. 

Ort

Die Lehrveranstaltungen werden berufsbegleitend in Präsenz teilweise in Wien und online stattfinden.

Team

Zu unseren Lehrenden gehören u.a.: 

OStR.in Prof.in Mag.a Michaela Reiner (STL)
Prof.in Susanne Strobach, MSc (STL)
Mag.a Mag.a Eva-Maria Cattoen
DI.in FH Sabine Graf
Prof.in Mag.a Daniela Gramelhofer
Mag.a Christine Haberlehner
Dr. Hannes Horngacher
Luise Ogrisek, BA
Dr.in Christa Schäfer
Dr. Mathias Schuster
DI Florian Sturm
Prof. Dr. Marcus Täuber

Kosten

€ 1.770 pro Semester (zahlbar in bis zu fünf Teilbeträgen pro Semester) inklusive ÖH-Beitrag und Kosten für die PH-Card.
Zu Beginn wird ein einmaliger Materialkostenbeitrag in Höhe von € 300,-- zzgl. 20% USt, somit € 360,-- eingehoben. Zusätzlich werden von der Achtsamkeits-Akademie Wien pro Teilnehmer:in ein Beitrag für drei Stunden Einzelsupervision (erforderlich für die Aufnahme auf die Liste der eingetragenen Mediator:innen des Bundesministeriums für Justiz (BMJ)) eingehoben.

Bedenke auch die Möglichkeit einer steuerlichen Absetzbarkeit und Fördermöglichkeiten je nah Bundesland durch diese TÜV-zertifizierte Ausbildung.

Anmeldefrist

Ein Masterstudium erfordert im Vorfeld viel organisatorischen und damit zeitlichen Aufwand für die Hochschule und das Lehrendenteam. 

Damit alles optimal vorbereitet und alle Assessment-Verfahren abgeschlossen werden können, ersuchen wir um deine Anmeldung für den Start im Wintersemester 2026 bis spätestens 14. Juni 2026.

Anmeldung

Bitte schicke uns einen kurzen Lebenslauf, sowie ein Motivationsschreiben, warum du dieses Studium absolvieren möchtest (bitte auf JEDES Dokument deinen Namen, deine Adresse und Kontaktdaten (Email + Telefon)) an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir laden dich danach zu einem online Aufnahmegespräch ein, bei dem wir auch gerne alle deine Fragen beantworten.